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László Balogh

Eduard von Grützner

Ein Münchner Genremaler der Gründerzeit

Kunstbuch, 248 Seiten, Leinen, 140 Farbabbildungen.
Preis: € 169.- incl. Versand (Inland)
ISBN: 3-920746-38-4

Mit diesem Buch wird erstmals eine umfassende und gründlich recherchierte Monographie über Eduard von Grützner vorgelegt.

Grützner gehörte zu den Künstlern, die, außerhalb Bayerns geboren, in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts vom Ruf Münchens als Kunststadt und ebenso von der Aura der Akademie angezogen wurden. Hier wurde er einer der bedeutendsten Schüler des Akademielehrers Carl Theodor von Piloty, der selbst zwar Historienmaler war, dessen Studenten aber fast alle Genremaler wurden.

Wie auch sein Kollege Defregger hat sich Grützner in seiner Malerei spezialisiert, indem er das klösterliche Leben thematisierte. Das machte ihn populär, berühmt und erfolgreich. Er hat aber auch den hohen Klerus mit seinen Kardinälen wiedergegeben; daneben malte er Interieurs, Stillleben und Landschaften. Eine weitere Spezialität Grützners wurden seine Falstaffbilder nach Dramen Shakespeares. Mit seinem Oeuvre weist er sich als ein typischer und qualitätvoller Vertreter der gründerzeitlichen Genremalerei aus, die ihre Blüte im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts erlebte.

In dieser wohlausgestatteten Monographie werden 712 Gemälde des Meisters erfasst und abgebildet. Davon erscheinen fast 140 in Farbe, wovon die meisten großformatig reproduziert werden. Der umfassende Einleitungsteil stellt Grützner nicht nur in den kunsthistorischen Zusammenhang, sondern geht auf Details seiner Biographie ein sowie auf einzelne Motive dieses Werkes. Auch die Frage nach der Authentizität der Klosterbrüder der verschiedenen Orden, die der Künstler auf seinen Bildern zeigt, wird beantwortet.

Dr. Ruth Stein, Verfasserin der Künstlermonographien über Leo Putz und Alexander Koester, u. a., urteilt so über diesen Kunstband:
Dr. László Balogh, Kunsthistoriker, Galerist, sachkundig in der Münchner und Ungarischen Malerei des 19. Jahrhunderts, legt ein flüssig geschriebenes Lebens- und Zeitbild des Genremalers Eduard v. Grützner vor. Nicht nur der Künstler, sondern auch der Autor schildert treffend mit scharfer Beobachtungsgabe und feinem Humor die vielen Szenen aus den Klöstern, aus dem Wirtshausmilieu und aus dem Leben der Shakespeare-Figur Sir John Falstaff.

Bilder aus diesem Buch finden sie hier

László Balogh

Gábor Vida

Visionen eines ungarischen Malers der Gegenwart

Kunstbuch, 120 Seiten, Leinen, 145 Farbabbildungen.
Preis: € 98.- incl. Versand (Inland).
ISBN 3-920746-46-5

Diese Monographie dokumentiert erstmals das malerische Oeuvre des ungarischen Malers Gábor Vida. Der Künstler, vielseitig begabt, war jahrelang Flötist an der Budapester Oper und hat nebenbei bereits viel gemalt und gezeichnet. 1981 beendete er seinen Musikerberuf und widmete sich ganz der Malerei. Sie nimmt innerhalb des europäischen Stilpluralismus im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert eine vollständig singuläre Stellung ein. Das hängt wohl auch damit zusammen, dass Vida niemals eine Kunstakademie besucht und sich nur autodidaktisch gebildet hat. Allerdings führt Vidas Malerei die gegenständlich orientierte Kunst, die mit Jugendstil, Neuer Sachlichkeit, Fotorealismus und Pop-Art einen wichtigen Aspekt neben der abstrakten Kunst durch das gesamte Jahrhundert bildet, fort. Er zeigt auch wenig Interesse für Kunstszenen, Lifestyle und kunstpolitische Kommunikation. Selbst Museen und Ausstellungen interessieren ihn wenig oder gar nicht. Stattdessen ist der Maler ganz auf seine künstlerische Arbeit mit der breit gefächerten Motivik konzentriert. Man registriert erstaunt, dass wir zwar in eine vergangene, aber nicht weiter bestimmbare Zeit entrückt werden. Anklänge an die Epoche des Biedermeier scheinen vorhanden, was Kleidung, Architektur und handwerkliche Tätigkeit der Personen angeht. Und doch vermittelt die Genremalerei des Biedermeier andere Inhalte und formale Aspekte.

Bei Vida wird mit einer extremen Akribie und Feinmalerei vorgegangen, die Grundlage für humoristisch akzentuierte Inhalte ist. Aber auch der Humor ist seltsam entrückt, was wiederum mit dem überrealistischen oder auch surrealen Stil zu tun hat. Wir werden mit einer äußerst künstlichen Welt konfrontiert, die nur oberflächlich gesehen, die Welt der Erscheinungen wiedergibt. Wie in einer Märchen- oder Traumwelt stellen sich Verzerrungen ein, die aus der gewohnten bürgerlichen Welt hinausführen, um sich schließlich nach der Verfremdung neu mit ihr zu verbinden. Deshalb gehen uns die Bilder vom Künstler auch so nahe, dass wir uns nur schwer abwenden können. Sie faszinieren uns und machen uns süchtig nach mehr von Gábor Vida.

Der bekannte Münchner Kunsthistoriker Dr. Horst G. Ludwig urteilt über den vorliegenden Kunstband wie folgt:
Dr. László Balogh legt hier nun das lang erwartete Buch zu Gábor Vida vor. Es besticht durch eine einfühlsame, kunsthistorische Analyse sowie durch einen exzellenten Abbildungsteil. Das Kunstbuch ist jedem Liebhaber und Sammler der Gemälde von Vida zu empfehlen. Aber auch der Nicht-Sammler wird überrascht sein, eine solch autonome künstlerische Welt vorzufinden.

Bilder aus diesem Buch finden sie hier

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